Erfolgreich kreativ SEIN

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du dafür nicht kritisiert wirst? …. Es ist nicht der Kritiker, der zählt. Das, was wirklich zählt, ist die Person, die sich in die „Arena“ getraut.

WAS WÜRDEST DU TUN, WENN DU WÜSSTEST, DASS DU DAFÜR NICHT KRITISIERT WIRST?

 

Ich würde frischfröhlichfrei sagen und tun, was ich sagen und tun will. Gut! Was würde ich zum Beispiel tun, wenn Menschen eine Stimmung erzeugen, die ich nicht haben will? Wenn aus jedem zweiten Wort die Angst vor Not und Katastrophen spricht? Wenn jemand in meiner Gegenwart über das Fremde schimpft? Wenn ich einen starken Impuls spüre, das, was ich weiß, so mitzuteilen, dass daraus etwas Neues entstehen kann? Was, wenn ich mich nicht getraue, meine Ideen zu realisieren?

 

Das stärkste aller Hindernisse wäre wohl die Angst vor Kritik: „Was werden die Leute sagen? Wie werden sie reagieren? Welche Auswirkungen wird das auf mich haben?“. Brené Braun hat in einem Vortrag zum Thema „Verletzlichkeit und Erfolg“ (siehe unten) sehr gut zusammengefasst, worum es dabei geht und was wir tun können, um aus dieser Angst auszusteigen. Ich habe meine und ihre Erkenntnisse zusammengefasst:

 

ES IST NICHT DER KRITIKER, DER ZÄHLT.
DAS, WAS WIRKLICH ZÄHLT, IST DIE PERSON, DIE SICH IN DIE „ARENA“ GETRAUT.
Sie ist es, die sich anstrengt und den Mut hat, sich zu zeigen. Sie ist es, die den Triumph außerordentlicher Leistung erlebt und die, wenn ihr Vorhaben im schlimmsten Fall misslingt, versagt – in dem Bewusstsein, dass sie es war, die dieses Risiko auf sich genommen hat.

 

Was wir beachten sollten, wenn wir teilen wollen, WER WIR SIND:
• Sich-Zeigen und Gesehen-Werden hat nichts mit Gewinnen oder Verlieren zu tun.
• Wenn wir uns dafür entscheiden, können wir nur mit einem fix rechnen: Man wird uns dafür kritisieren!
• Konstruktive Kritik, Austausch und Informationen von Menschen, die sich für uns und für das, was wir tun, interessieren, sind herzlich willkommen. Für alle, die nicht den Mut haben, sich zu zeigen und uns „von den billigen Sitzen aus zurufen“, was wir falsch machen oder anders machen sollten, gibt es nur eine Botschaft: „Ich bin nicht interessiert an Ihren/Deinen Aussagen!“

 

Die „Arena“ zu betreten erfordert Mut. Kreativität und Verletzlichkeit gehören zusammen. Öffnen wir uns der Kreativität, öffnen wir uns für uns selbst, für unser innerstes Innere, das nur ohne Schutzmauer erreichbar ist. Dieser Vorgang öffnet zugleich den Zugang zur Quelle in uns und somit zu Qualitäten wie LIEBE, VERBUNDENHEIT, FREUDE, VERTRAUEN, EINFÜHLUNGSVERMÖGEN, KREATIVITÄT, NEUE IDEEN.

 

Was wir beachten sollten, wenn wir „die Arena“ betreten:
• Wir gehen aufrecht, sind mit der Aufmerksamkeit ganz bei uns und bei unserem Vorhaben, und wir zeigen uns, wie wir sind: „nackt!“
• Wir gehen davon aus, dass die Kritiker in der Arena sind, und machen uns bewusst, was sie sagen werden.
• Wir haben vier Plätze für sie reserviert: für die Scham, für das Vergleichen, für den Mangel und für diverse Autoritäten wie Eltern, LehrerInnen, Chefs,…
• Wir teilen Ihnen mit: „Ich sehe euch, Ich höre euch und ich werde das, was ich sagen, tun und teilen will, auf jeden Fall sagen, tun und teilen. An Euren Rückmeldungen habe ich kein Interesse.“

 

Was uns darüber hinaus unterstützt, wenn wir unsere Kreativität teilen:
• Klare Motive für unser Tun und Mut als Bezugspunkt für die Umsetzung.
• Eine Person, die uns wegen unserer Fehler liebt und nicht trotz unserer Fehler, und die uns zum Beispiel sagt: „Ja, das war nicht so toll, aber du bist sehr mutig, und beim nächsten Mal wirst du es noch besser machen!“
• Indem wir diese Person lieben und schätzen und uns nicht nach dem/der „attraktiven Fremden“ in der Halle umsehen, bleiben wir groß und machen uns nicht selbstkritisch klein.
• Ein Sitz in der Arena sollte für uns selbst reserviert sein. Denn der größte Kritiker, die größte Kritikerin sind wir selbst. Wir alle haben ein Ideal von uns und glauben zu wissen, wer wir sein sollten. Und wir kritisieren uns jahrein und jahraus dafür, dass wir diesem Ideal nicht entsprechen.
• Ein weiterer Sitz gebührt unserer Herkunft, unserem Start, unserer Familie, der Vergangenheit, den Erinnerungen.
• Und schließlich sagen wir zu uns selbst: „Ja, es ist gefährlich! Ja, es ist aufregend! Aber es ist DAS, was ICH WILL und was ICH erfahren möchte!!!

 

Viel Spaß beim Teilen, Zeigen, Tun!

 

Und hier der Vortrag von Brené Brown:

 

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