Irgendwann, dann…

Kürzlich habe ich wieder einmal laut beklagt, dass ich meine Vorstellungen eines guten Lebens in der Zukunft soooo schwer auf die Erde bekomme. Da kam mir die Idee,…

Irgendwann, dann…
Maria Färber-Singer_Andrea fragt_FB(3)

Liebste Maria!

 

Ja, ich weiß, und ja, es ist gut, erinnert zu werden. Danke für deine Impulse zu meiner letzten Frage. Kürzlich habe ich wieder einmal laut beklagt, dass ich meine Vorstellungen eines guten Lebens in der Zukunft soooo schwer auf die Erde bekomme. Da kam mir die Idee, das Ganze in ein 5-Jahresprojekt zu verpacken. Konkret würde das so aussehen:

 

Ich gebe mir fünf Jahre Zeit, um
• meine wirtschaftliche Situation auf einen guten Boden zu kriegen
• meine berufliche Tätigkeit auf die Ebene von „ich mach nur mehr das, was meinem Potential entspricht und verdiene dabei gutes Geld“ zu bringen
• meine Lebensorganisation vereinfacht und optimiert zu haben
• zu wissen, wo´s insgesamt mit mir hingeht
• usw.

 

Großes Aufatmen: „Endlich habe ich eine Strategie“, dachte ich mir begeistert, erzählte es anderen und erntete Zustimmung. Diese Vorgehensweise sollte mir helfen, einem teilweise unerträglichen Druck zu entkommen. Über die Wochen geriet die Begeisterung etwas ins Stocken. Ich habe mittlerweile mein Vorhaben eingefroren. Misstrauisch bin ich geworden und eher skeptisch, ob sich das Leben denn in einen 5-Jahresplan gießen lässt.

 

Was hältst du davon?

 

Herzgruß von Andrea

 

Liebe Andrea,

 

„Irgendwann, dann…..“ schreibst du im Titel deiner Frage.
„Warum nicht jetzt?“, frage ich dich und sehe dazu Folgendes:

 

Viele Wege führen dich in die Richtung, in die du gehen willst. Lange, kurze, steinige, gerade. Sie bringen dich zu deinem „Ziel“, bis kurz davor, knapp vorbei oder gleich woanders hin. Du bestimmst.

 

Betrachte ich die Punkte deines 5-Jahres-Planes, fällt mir zum Beispiel auf, dass du nicht beschreibst, wie du dich fühlen willst, was du tun und denken wirst, wenn du (endlich! hoffentlich?) angekommen bist in deiner Zukunft. Hingegen legst du fest, wann was geschehen soll. Willst du kreativ gestalten, bestimmst du das Was und gibst das Wie frei.

 

Nehmen wir an, du wählst diesen, nennen wir ihn „ZeitmanagementWeg“. Um damit erfolgreich zu sein, formulierst du Teilziele, die die Situationen beschreiben, die du nach einem halben, nach einem ganzen, usw. Jahr haben willst. Und du überlegst dir, woran du die erfolgreiche Erreichung der Teilziele messen wirst. (Hast du schon bemerkt, dass ich dir die Details so ausführlich schildere, damit dir die Lust drauf vergeht? ;-))

 

Willst du es leichter haben, wünschst du einfach frisch drauflos. Pass auf, dass du dir die Erfüllung deiner Wünsche nicht weit weg vorstellst, sonst bekommst du das Gefühl von Mangel im Sinne von „Jetzt ist alles soso lala, aber irgendwann bin ich dann dort!“ Du vergisst am besten „die Zeit“, denkst nicht dran, wie es funktionieren soll und tust so als ob es schon so ist. In dir: Du kannst sehen, riechen, hören und spüren, wie es ist, in der erwünschten Situation zu sein. Jetzt! Du BIST „mit deiner wirtschaftlichen Situation auf einem guten Boden“ und du stehst entsprechend, denkst entsprechend, siehst entsprechend aus,…

 

Denn: Kreieren geschieht von innen nach außen und nicht umgekehrt. In deiner Innenwelt gestaltest du die erwünschte Realität (Erinnere dich: das Gehirn unterscheidet nicht, ob wir etwas „echt“ erleben oder es uns „nur“ vorstellen). Indem du keinen Zweifel aufkommen lässt, wird das, was du dir vorstellst, wahr. Zuerst in dir und dann – zur rechten Zeit am rechten Ort – auch in der Außenwelt.

 

Wie wir uns fühlen und was wir tun oder lassen, hängt IMMER von dem ab, was sich IN UNS tut! Also warum nicht gleich ganz da hingehen, wo alles herkommt, und darauf achten, dass die Bilder und Wirklichkeiten, die wir in uns erzeugen, 1:1 dem entsprechen, was wir uns wünschen.

 

Gutes Gelingen!

Alles LIEBE
Maria

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