Humor

„Kinder lachen 400-mal am Tag, Erwachsene nur noch 40-mal. Warum verlieren wir unseren Humor?“,…

Humor

Maria Färber-Singer_Bausteine mit Text-Humor

 
„Kinder lachen 400-mal am Tag, Erwachsene nur noch 40-mal. Warum verlieren wir unseren Humor?“, fragt Laila Daneshmandi Roman Szeliga, Mitbegründer der CliniClowns (Kurier, 22. Februar 2015). Weil das Lachen im Laufe des Lebens „tabuisiert“ werde, antwortet dieser. Und das, obwohl ich (Maria) bei der 20-Jahr-Feier der „Roten Nasen“ im vergangenen Jahr erfahren durfte, dass zu den Erfolgen der Clowns in den Spitälern auch Spontanheilungen zählen!

 
Um den Verlust der Fröhlichkeit und der Unbeschwertheit bestätigen zu können, muss ich nicht lange suchen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Als junge Frau konnte mich nichts mehr aus der Bahn bringen als Clowns und Kinder, daher ging ich ihnen auch tunlichst aus dem Weg. War mir das peinlich, wenn sich mir ein Clown näherte! „Nichts wie weg!“, dachte ich dann und gab mir gegenüber vor, dass mich dieses „blöde Getue“ einfach nicht interessiere. Schließlich gab‘ es Wichtigeres zu tun! Zum Beispiel, die Welt zu retten! Außerdem fand ich es unerträglich, dass sich jemand „hässlicher“ und „blöder“ zeigte, als er war. Schon als Mädchen wollte ich mich im Fasching nur als „Prinzessin“ oder als „Haremsdame“ verkleiden.

 
Witze waren da schon etwas anderes: kompakte Kurzgeschichten, die die Runde machten. Gelang mir die Pointe einmal nicht, konnte ich immer noch sagen: „Kein guter Witz, gell?! Ich mag‘ den auch nicht!“ In all den Jahren konnte ich mir so viele Witze merken, dass ich mühelos eine Runde einen Abend lang damit unterhielt. Umso größer war mein Staunen, als diese Fähigkeit über Nacht verschwand. Das war zu der Zeit, als mein Sohn klein war. Und dann, irgendwann, wollte ich unbedingt einen Clown-Workshop besuchen. Ich werde nie vergessen, wie sehr ich mich überwinden musste, bei den ersten Übungen mitzumachen. Doch am Ende dieser Woche stand ich – durchgerüttelt und durchgeschüttelt – da und jede Zelle meines Körpers strahlte vor Lachen. Ich war durch und durch glücklich.

 
Clowns kennen kein Tabu, sie machen Fehler, sind authentisch und sie begegnen der Welt mit einem Ja, indem sie annehmen, was ist. Mich mir selbst so zu öffnen, hat viel dazu beigetragen, die Angst in mir zu wandeln. Dafür bin ich mir sehr dankbar und ich genieße nach wie vor alles, was daraus entsteht. Wie zum Beispiel meine „Fini Pototschnig“.

 

 
In den Jahren, in denen ich nach Mitteln und Wegen gesucht habe, wieder aus vollem Herzen lachen zu können, hat mir ein Buch sehr gedient: „Das Orangene Buch, Die Meditationstechniken Oshos, Osho Verlag, Zürich 2001“ Am stärksten ist mir noch die Wirkung der morgendlichen „Lachmeditation“ in Erinnerung.

 
Und ja, wer es gerne wissenschaftlich mag: „Das Britische Institut für Sportmedizin fand heraus, dass eine Minute lachen die Lebenszeit um 20 Minuten erhöht… Auf der anderen Seite kostet eine Stunde vor dem Fernseher 22 Minuten…“ (in demselben Kurier in demselben Interview, siehe oben).

 
Ich wünsche uns allen ein langes und schönes Leben – und: Keep on smiling!

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